Gansu: Medizinische Kontrollen vor der Ehe dürfen nicht vernachlässigt werden

Laut dem Informationsportal Gansu Daily und der Lanzhou Morgenpost haben sich in dieser Provinz 63,86% angehender Ehepaare vor der Eheschließung untersuchen und beraten lassen. Das sind 13,97% weniger als im Vorjahr. In der selben Periode ist die Anzahl geburtsgeschädigter Kinder auf 138,46/10 000 gestiegen. Am 27. Mai hat Guo Yufen, Stellvertretende Direktorin der Planungskommission für Gesundheit und Familienplanung der Provinz Gansu, Männer und Frauen im Heiratsalter dazu aufgerufen, sich vor der Eheschließung ärztlich untersuchen zu lassen.

Die Vorbeugung von Fehlbildungen hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: 1. Einhaltung hygienischer Regeln vor der Schwangerschaft und Durchführung vorehelicher ärztlicher Untersuchungen und Beratungen. 2. Pränatales Screening und Diagnostik 3. Entwicklung der Diagnostizierung von Krankheiten an Neugeborenen und Kinderpflege. Eine Vorschrift zur Registrierung von Eheshließungen vom 1. Oktober 2003 hatte die voreheliche Untersuchungspflicht eingeführt. Später ist jedoch diese Untersuchungspflicht durch ein System der freiwilligen Untersuchung ersetzt worden, was dazu geführt hat, dass die Zahl der vorehelichen Untersuchungen drastisch gesunken ist und die Geburtsschäden ständig zugenommen haben.

Die Steigerung der Geburtsfehler-Rate im Vergleich zu 2013 ist, laut Guo Yufen, darauf zurückzuführen, dass sich die Erfassung von Geburtsfehlern verbessert hat, ihr Aktionsbereich sich erweitert und Krankheiten die durch Geburtsfehler bedingt sind, früher erkannt werden. Ferner erklärt sie sich aber auch durch die rückgängigen vorehelichen Untersuchungen. Vorbeugende Maßnahmen erweisen sich als ausserordentlich wichtig. Die stellvertretende Direktorin rief daher die Frauen und Männer im heiratsfähigen Alter auf, sich freiwillig vor ihrer Eheschließung in einem Krankenhaus einem Gesundheitscheck zu unterziehen. Die abnehmende Zahl vorehelicher Kontrollen hat auch andere Behörden aufmerksam gemacht. Der Frauenbund der Provinz hat schon auf nationaler Ebene zu dem Problem Stellung genommen und in seinem Bericht unterstrichen, dass die Zunahme von Geburtsfehlern auch wesentlich auf die sinkende Untersuchungsrate zurückzuführen ist.

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